
Gemalte Illusionen
In der Illusionsmalerei werden Dinge so dargestellt, als ob sie tatsächlich greifbar wären. Illusionsmalerei setzt sich immer in Szene in einem architektonischen Raum. Diese Malereien nennt man im französischen auch „Trompe-l’oeil” (gesprochen: Tromplöh). Bedeutet so viel wie Augentäuschung.
Zur Scheinarchitektur zählen gemalte Kassetten, Büsten, Säulen, Gesimse und viele andere Architekturdetails. Sehr großer Wert wird auf die Darstellung des Materials gelegt, sei es Marmor, Granit, Lapislazuli oder anderes edles Gestein. Ebenso beliebt in perfekter Darstellung ist die plastische Reliefwirkung.
Ein dekorativ-malerisch dargestelltes Detail wirkt oft überzeugender als ein großformatiges Bild. Ein geöffnetes Fenster öffnet den Blick aufs Meer – man nimmt Aufenthalt im Traum einer Landschaft.
Selbst in Nebenräumen wie Toiletten oder im Eingangsbereich gibt es Möglichkeiten für eine Bemalung. Hierfür eignen sich alle Arten von offener Landschaft. Vorzugsweise ist es ideal, die Abgrenzung unterhalb der Augenhöhe durch eine Balustrade oder eine kleine Steinmauer zu ziehen. Ebenso sind Marmorkassetten ein interessanter Blickfang.